Nicht
immer Afrika |
| Wenn
wir von Kindersoldaten sprechen, denken wir meist an Afrika, vielleicht
noch Asien, bestimmt aber nicht an Deutschland. Als ob wir kulturell
darüber erhaben seien. Was sich aber im 1. und im 2. Weltkrieg
in Deutschland abgespielt hat, unterscheidet sich kaum von der Situation
der Kindersoldaten weltweit. |
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Kindersoldat oder Hitlerjunge? |
| Immer
wieder wird um die Definition gerungen, ob ein Kind in einem bewaffneten
Konflikt ein Kindersoldat ist oder nicht. Immer wieder wird versucht,
die Rolle der Kinder zu verharmlosen.
Die
Wortwahl im Falle des Zweiten Weltkrieges klingt entsprechend: Hitlerjungen
, Flakhelfer
, Luftwaffenhelfer
. |
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So
lautet auch der Text zu diesem Bild folgerichtig: "Deutsches
Kriegsplakat. Ein Hitlerjunge marschiert Seite an Seite mit
Soldaten in den Krieg (nach Zentner o.J.)". Es ist dem Buch
"Die Gruppe Neupert" entnommen. |
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"Die
Panzerfaust war ein geeignetes Instrument in der Hand der
künftigen Kindersoldaten - die Ausbilder wiesen ausdrücklich
darauf hin und priesen dies als einen besonderen Vorzug, den
frühere Generationen nicht gehabt hätten - schon
in jungen Jahren, bei erfolgreichem Einsatz, zu militärischen
Ehren zu kommen: Nach mehreren Abschüssen feindlicher
Panzer war das Eiserne Kreuz sicher."
Bote
von Haßgau, 4.11.08
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Aktiv
für die
Vergangenheit |
| Am
7.9.2008 organisierten Jugendliche des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge
die Aktion Rote Hand. Das Besondere: Die Aktion fand in der Begegnungsstätte
Ysselsteyn statt, die unmittelbar neben dem einzigen deutschen Soldatenfriedhof
in den Niederlanden liegt. Mehr
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| Mehr
zu Ysselsteyn |
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Schulaktion
"Zeitzugen
suchen" |
2005
hatten wir in der Aktion "Frag deinen Opa" Schülerinnen und
Schüler gebeten, Zeitzeugen zu suchen. Damals erhielten wir
einen Anruf aus Nürnberg. Ein Mann erzählte uns, dass
dort 1945 Kinder auf Fahrräder mit Bomben gebunden wurden und
bergab gegen die Panzer der Aliierten geschickt wurden. Seine Bombe
hätte versagt, deswegen überlebte er.
Nun
möchten wir mit der Schulaktion "Zeitzeugen suchen" dieses
Thema wieder aufnehmen.
Fragt
in eurer Familie, ob Jugendliche im 2. Weltkrieg beteiligt waren.
Sammelt Dokumente, schreibt die Geschichten auf.
Sind
auf eurem Friedhof Gräber von Kindersoldaten? Lebt noch jemand,
der erzählen kann?
Sammelt
und schreibt uns, damit wir eure Informationen auf der Webseite
veröffentlichen können. |
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Bericht von Karl Hesse |
| Erst
als mein Sohn dann später 15 Jahre alt wurde, kam mir zum Bewusstsein,
dass wir ja damals noch halbe Kinder waren und es erscheint mir eines
der größten Verbrechen unter vielen anderen, dass so viele
junge Menschen von 15, 16 und 17 Jahren in den letzten beiden Kriegsjahren
– wo im Grunde der Krieg schon lange sinnlos geworden war – noch zum
Kriegseinsatz gezwungen wurden und ihnen somit ihre unbekümmerte
Jugend genommen wurde. Mehr
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Literaturtipps |
| Die
Hitlerjugend |
| SS-Panzer-Division
„Hitlerjugend“ |
| Kindheiten
in Deutschland |
| Schülersoldaten
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| "Die
Gruppe Neupert" - Vier Gräber auf dem Einbcker Friedhof |
"Wir
Kindersoldaten" von Wolfgang von Buch. Mit einem Vorwort von Richard
von Weizäcker. 309 Seiten, Wolf-Jobst Siedler Verlag |
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Workshops
Kindersoldaten
-
damals und heute |
| In
unseren zweitägigen Workshops im Begegnungszentrum des Volksbund
Deutsche Kriegsgräberfürsorge erarbeiten wir uns gemeinsam
mit Zeitzeugen die Hintergründe, warum damals wie heute tausende
Jugendliche in den Tod geschickt wurden und werden. |
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| Auf
dem deutschen Soldatenfriedhof Ysselsteyn erklären uns die Moderatoren
des Volksbundes die Besonderheiten . Wir stehen vor Gräbern von
Kindern, die nur einen Tag alt wurden und von Jugendlichen, die als
Kindersoldaten dienen mussten. |
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Mehr
Informationen:
Günter
Haverkamp
Tel.
0211.9945137
haverkamp@friedensband.de
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