Tag der Roten Hand - 12.2.2009
   
Bilanz: Wie viele Hände haben wir bekommen?  

Als wir uns am 11.2. auf den Weg nach Berlin machten, hörten wir von allen Sammelstellen - terre des hommes, Kindernothilfe und Plan International -, dass noch viele tausend rote Hände eingegangen sind. Auch bei uns trafen am 10. und 11.2. noch 4.000 rote Hände ein. Aus den USA erfuhren wir erste Einschätzungen, wie viele Hände international zusammen gekommen sind.

  In den nächsten Tagen werden wir es genauer wissen. Dann liegen verlässliche Daten vor und wir werden sie hier bekannt geben. Schon jetzt ist klar, dass wir die 250.000 roten Hände erreicht haben. Eine gute Zahl, denn das bedeutet, dass wir für jeden Kindersoldaten der Welt eine rote Hand bekamen. Wir werden weiter machen - und ihr bestimmt auch! Beteiligt haben sich 34 Länder in aller Welt.  
Deutschland
103.800
Belgien
65.891
USA
40.000
Indien
32.500
Dem.Rep.Kongo
9.148
Frankreich
3.500
Uganda
1.465
Großbritannien
1.000
Liechtenstein
490
Luxemburg
478
Schweiz
370
Österreich
218
Irland
29
Empfang beim Bundespräsidenten  

Der Bundespräsident mit Wolfgang Niedecken und den Kindern der Grundschule "Otto-Nagel" in Schönewalde


Weitere Bilder auf der offiziellen Webseite des Bundespräsidenten findet ihr hier

 

Bundespräsident Horst Köhler stärkte am 12. Februar, dem Kindersoldaten-Gedenktag, die Aktion Rote Hand durch einen Empfang im Schloss Bellevue. Für 30 Jugendliche war dies ein besonderes Erlebnis. Horst Köhler zeigte ihnen, dass ihr Einsatz für die Kindersoldaten bei ihm angekommen ist. Dies war wörtlich zu nehmen, denn die vielen Kisten, die im Raum gestapelt waren, repräsentierten die mehr als 100.000 roten Hände, die allein in Deutschland gesammelt wurden.

Der Bundespräsident nahm sich viel Zeit für die Forderungen und Wünsche der Jugendlichen, die sie beherzt vortrugen. Deutlich gerührt berichtete er ihnen von seinen Begegnungen mit Kindersoldaten in Uganda. Er zeigte, dass dieses Thema ihn sehr beschäftigt und dass er die Jugendlichen gern bei ihrem Engagement unterstützt.

 

Mit bei dem Empfang waren Vertreterinnen und Vertreter der Aktion Rote Hand. Sie bekamen von Seiten des Bundespräsidenten und seiner Frau deutliche Unterstützung.

 

Dies zeigte sich vor allem darin, dass sich der Bundespräsident von den Jugendlichen die Hand mit roter Fingerfarbe einstreichen ließ und zu dem Handabdruck seine Botschaft dazusetzte: „Kindersoldaten darf es nicht geben. Das ist eine Aufgabe für uns alle.“ Seine Frau, Eva Luise Köhler, tat es ihm gleich und schrieb: „Kindersoldaten zu rekrutieren ist ein Verbrechen an der Menschheit. Wir müssen alle dagegen kämpfen!“

 

Diese beiden Aufforderungen nehmen wir gern auf und setzen die Aktion mit noch größerem Engagement fort.

Ganz viele Bilder vom Empfang findet ihr hier

 

   
Aktion vor dem Reichstag  

Kinder und Jugendliche organisierten gemeinsam mit uns die Aktion Rote Hand vor dem Reichstag. Zuvor haben wir die Politikerinnen und Politiker aufgefordert, die Aktion zu unterstützen und selbst ihre Rote Hand zu geben.

Leider war es so kalt, dass die Jugendlichen die Aktion nicht zu Ende führen konnten. So kamen einige Parlamentarier umsonst. Immerhin haben aber drei Bundestagsabgeordnete der Grünen ihre Botschaft abgegeben - wie Ekin Deligöz, Vorsitzende der Kinderkommission, und Kai Gehring.

Mehr Bilder findet ihr hier