Irak: IS setzt zunehmend Kindersoldaten ein

Seine Angst ist fast mit den Händen zu greifen. Der 15-jährige Junge, der mit einem Sprengstoffgürtel bei einer schiitischen Moschee in der irakischen Stadt Kirkuk verhaftet worden ist, schluchzt still, während zwei Polizisten seine Arme weit auseinander halten, um ihn daran zu hindern, den Sprengstoff zu zünden. Im August hatte die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) den Jungen nach Kirkuk geschickt, ebenso wie einen anderen Jungen gleichen Alters. Der hatte es wenige Minuten zuvor geschafft, seinen Sprengstoff in einer anderen schiitischen Moschee zu zünden. Der IS benutzt in jüngster Zeit verstärkt Kinder als Selbstmordattentäter. Nur Tage, nachdem der Teenager in Kirkuk verhaftet wurde, führten vier Jugendliche in der überwiegend von Schiiten bewohnten Stadt Kerbala einen Angriff durch. Im März zog ein Junge bei einem Fußballspiel im südlichen Irak den Auslöser an seiner Sprengstoffweste. http://www.dw.com/de/kindersoldaten-beim-islamischen-staat/a-36054490