IStGH: Das Gewissen der Welt in Existenzkrise

Eigentlich soll er die schlimmsten Verbrechen auf der ganzen Welt ahnden. Doch bisher ermittelte der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) nur in Afrika. Am 14. März 2012 sprach der Strafgerichtshof sein erstes Urteil: Der frühere kongolesische Milizenführer Thomas Lubanga wurde wegen der Rekrutierung und des Einsatzes von Kindersoldaten verurteilt und dafür am 10. Juli 2012 zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren verurteilt. Mehr als zwanzig Afrikaner stehen derzeit auf der Anklageliste des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag. Vier Urteile wurden schon gesprochen, viele der Gesuchten sind noch gar nicht vor Gericht erschienen. Unter ihnen Sudans Präsident Omar Hassan Ahmad Al-Baschir oder Joseph Kony. Gegen den Anführer der ugandischen Rebellengruppe „Lord's Resistance Army“ (LRA) und drei weitere Kommandanten hat der IStGh bereits 2005 Haftbefehle erlassen. Die LRA ist schon lange auch im Ostkongo, Südsudan und in der Zentralafrikanischen Republik aktiv.

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