Geschichte der Aktion Rote Hand


2002

Die ersten Aktionen mit roten Händen aus Pappe gab es zur Feier des Inkrafttretens des Zusatzprotokolls zur UN-Kinderrechtskonvention am 12. 2. 2002 in Genf. Dieser Tag wird seitdem jedes Jahr weltweit als Red Hand Day gefeiert, als Tag gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten.

Im Juni 2002 hatte der Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung ein starkes Interesse der Jugendlichen am Thema Kindersoldaten gezeigt. Siehe Rede im Landtag NRW.

2003/2004

Aktion Weißes Friedensband lädt alle Organisationen, die sich mit dem Thema Kindersoldaten beschäftigen zum Themenforum ein, um eine Jugendaktion zu entwickeln. Es entstand die „Aktion Rote Hand“ als Fotoaktion: Jugendliche (und Erwachsene) färbten sich eine Hand rot, stellten sich als Gruppe auf und fotografierten sich mit den roten Händen. Gleichzeitig wurde von Aktion Weißes Friedensband erstmals der Red Hand Day in Deutschland mit Unterstützung von terre des hommes, Kindernothilfe, EED, Misereor und UNICEF auf der didacta-Bildungsmesse in Köln organisiert. 

2005

Die zentrale Veranstaltung in der Antoniterkirche in Köln wurde ein prägendes Ereignis, weil Kerpener SchülerInnen ein riesiges Tuch mit roten Händen gestaltet haben. Daraus wurde die Aktion Rote Hand zu einer Transparentaktion: Jugendliche bedruckten Papierbahnen mit ihren roten Händen und schrieben eine zentrale Botschaft darauf. Im Herbst brachten die gleichen Kerpener SchülerInnen 1000 Jugendliche auf das Marienfeld, unmittelbar nach dem Besuch des Papstes.

2007

Das 2006 Jugendliche auf der Jugendmesse JUPP in Essen Botschaften zu ihrem roten Handabdrücken schrieben, wollten wir aufnehmen: Es entstand die heutige Form der Aktion Rote Hand auf einem DIN A4-Blatt. Auf dem Evang. Kirchentag in Köln probierten wir es aus und das war der Start für die internationale Kampagne. Inzwischen unterstützen Aktion Weißes Friedensband, amnesty international, Jugendrotkreuz, Kindernothilfe, missio, Netzwerk Afrika Deutschland, Plan International, terre des hommes, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, World Vision und UNICEF die Kampagne. Fast alle Organisationen sind Mitglied des Deutschen Bündnis Kindersoldaten.

2009

konnte Bundespräsident Horst Köhler mehr als 130.000 rote Hände aus Deutschland entgegen nehmen. Er empfing 30 Jugendliche und VertreterInnen der Aktion Rote Hand und des Deutschen Bündnisses und zeigte sich sehr beeindruckt. Er drückte ihnen und den beteiligten Organisationen seinen Dank für ihr Engagement für Kindersoldaten aus.

2009
Am gleichen Tag übergaben Jugendliche aus mehreren Ländern einen Teil der etwa 300.000 weltweit gesammelten roten Händen in New York an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Er ehrte sie und das Engagement der Organisationen bei einem Empfang, an dem auch seine Sonderbeauftragte für Kinder in bewaffneten Konflikten, Radhika Coomaraswamy, sowie der Vorsitzende des UN-Weltsicherheitsrates, Claude Heller, teilnahmen.

2010

empfing Außenminister Guido Westerwelle in Berlin im Außenministerium Jugendliche zum Red Hand Day, die sich besonders für die Kindersoldaten eingesetzt haben und VertreterInnen der Aktion Rote Hand und des Bündnis Kindersoldaten. Der Außenminister versprach, sich besonders für die Kinder in bewaffneten Konflikten einzusetzen.

2012

Konnte die Aktion Rote Hand erstmals im Bundestag zusammen mit der Kinderkommission durchgeführt werden. Jugendliche führte die Aktion durch und interviewten die PolitikerInnen mit unseren Flip-Kameras.