Jugendliche in Deutschland fasziniert und erschreckt die unmittelbare Ausübung von Gewalt durch Kindersoldaten. Das hat viel mit ihren Filmen und Spielen zu tun, die sie konsumieren. Doch die
Beschäftigung mit der Situation von Kindersoldaten lässt Gewaltverherrlichung nicht zu.
Im Gegenteil, wenn die Kinder und Jugendlichen erfahren, wie sehr Kindersoldaten leiden müssen, setzen sie sich gern für sie ein. Der Weg wird frei für eine persönliche Auseinandersetzung mit dem
Thema Gewalt.
Der Ablauf der Aktion Rote Hand - das Einfärben der Hand mit roter Fingerfarbe, der Abdruck auf ein Papier mit der eigenen Botschaft an die Politik - bietet viel Symbolik und Raum für eine
intensive Auseinandersetzung mit den Themen Krieg und Gewalt.
Die rote Hand wird unwillkürlich mit einer blutigen Hand verbunden. Wenn ehemalige Kindersoldaten mit diesem Symbol dafür demonstrieren, dass es keine Kindersoldaten mehr geben darf, wird diese
Assoziation noch verständlicher.